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Schmuckstück: "Lieber
Augustin" soll abgerissen
werden
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Alte Fischerhäuschen - mächtig
eingeklemmt

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Lindauer Denkmal "Lieber Augustin"

Entscheidung über Abriss vertagt
Stand: 18.02.2009

Der Lindauer Stadtrat hat die Entscheidung über die zwei idyllisch am Lindauer Hafen gelegenen Häuser aus dem 15. Jahrhundert vertagt. Für die Erweiterung seiner beiden Hotels, die links und rechts der historischen Fischerhäuschen stehen, fordert der Besitzer den Abriss.
Der Bauausschuss der Stadt Lindau hatte den Antrag auf Abriss, des im Volksmund "Lieber Augustin" genannten Ensembles im Dezember 2008 bereits genehmigt. Nach Protesten von Bürgern und Denkmalschützern befasste sich am Dienstag Abend auch das Stadtratsplenum mit dem Politikum.
Eine endgültige Entscheidung über den Abrissantrag wurde allerdings einstimmig vertagt.
Bauherr soll mit Denkmalschützern zusammenarbeiten
Nun soll ersteinmal der Bauherr mit Architektenplänen nachweisen, dass die geplante Erweiterung und Verbindung der Hotels bei einem Erhalt der historischen Gebäude nicht möglich ist. Gleichzeitig soll sich der Bauherr "konstruktiv" mit dem Landesamt für Denkmalpflege auseinandersetzen.
Im Vorfeld der Stadtratssitzung hatte der Beschluss des Bauausschuss vom Dezember 2008 für heftige Kritik gesorgt.
Denkmalschützer aus ganz Bayern forderten den Erhalt der Gebäude auf der Lindauer Insel. Ein Aktionsbündnis Lindauer Bürger hatte in der teils sehr emotional geführten Diskussion den Beschluss als widerrechtlich bezeichnet und heftigen Widerstand angekündigt. Mit der erneuten Vorlage im Stadtrat wird nicht vor März gerechnet.
Hohe Wellen am Lindauer Hafen
Der Besitzer von zwei Hotels will die großen Häuser erweitern. Aber die dazwischen stehenden Fischerhäuser, die seit dem 15. Jahrhundert idyllisch am Lindauer Hafen stehen, stören die Baupläne. Eine neu gegründete Initiative von Bürgern, Heimatpflegern und Denkmalschützern will den Abriss der ehemaligen Weinstube "Lieber Augustin" mit allen Mitteln stoppen. Sie denken auch über ein Bürgerbegehren und rechtliche Schritte nach.
Von "zweierlei Recht" und "Kungelei" ist die Rede. Die Kontrahenten - die Bürgerinitiative auf der einen Seite, der alteingesessene Hotelier auf der anderen Seite - bekriegen sich
mit Leserbriefen. Um seine Sicht der Dinge ungekürzt darlegen zu können, hat der Hotelier sogar eine 1.000 Euro teuere Anzeige in der Lindauer Zeitung geschaltet.