Ihre Meinung

Alle mit * markierten Felder sind Pflichtfelder!
Name*
Nachricht*
Sicherheitscode* Sicherheitscode Neues Captcha anfordern
Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld.
Einträge einblenden - Einträge ausblenden
1 - 20 ⇒ 25
20.11.2011 10:41 Andreas von Hollen Spacer
Herr Maier,
rechtswidrig ist hier nichts, denn sonst gäbe es andere Entscheidungen. Ich gebe Ihnen allerdings insofern recht, dass eine Abrißgenehmigung nur in Zusammenhang mit einer Neubauplanung hätte erteilt werden dürfen. Dies ist ein Fehler der Stadt und nicht des Bauherren und hat nichts mit irgend einem Profit zu tun. Außerdem, jeder Bau und jede Renovierung dient einem Profit, wir wollen hier doch nicht sozialistisch werden!?
Ich glaube aber, dass wir nach Fertigstellung uns versöhnlich das Gebäude anschauen können.

20.11.2011 00:56 Michael Maier Spacer
Herr v. Hollen,
Sie verwechseln Wahrheit und brachial geschaffene Fakten. Denkmalgeschützte Gebäude abzureißen, ohne dass klar ist, was an deren Stelle treten soll, ist in doppelter Hinsicht rechtswidrig. Der Vorwurf geht an die Stadt Lindau und die Regierung von Schwaben, die diesen Abriss niemals hätten zulassen dürfen. Niemand, außer dem Hotelier (und dem Abrissunternehmer) profitiert davon. Was Sie dazu bewegt, dessen Partei zu ergreifen, wissen nur Sie selbst.
Übrigens: Die Erhaltung der Nord-Fassade, so sie denn zustande kommt, ist keineswegs auf dem Mist des Herrn Dr. Stolze gewachsen. Er wollte alles komplett beseitigen und hat erst als Reaktion auf die ablehnende Haltung des von ihm beauftragten Architekturbüros Mäckler offensichtlich eingelenkt.

18.11.2011 19:51 Andreas von Hollen Spacer
Herr Maier, die Wahrheit muss wiederholt werden, und die Wahrheit ist, dass der Abriss in einigen Tagen vollzogen ist. Jetzt kommt es darauf an, dass sich Stadt und Hotelier auf einen Plan einigen, der dem gewohnten Stadtbild und dem Ensembleschutz folgt.

12.11.2011 15:04 Michael Maier Spacer
Verehrter „Zorn Gottes“, wenn Sie Ihr Statement mit Argumenten unterfüttert hätten, würde es etwas glaubwürdiger wirken. Dass nicht alle Lindauer auf unserer Seite stehen, wissen und bedauern wir (andernfalls gäbe es diese Internetseite nicht). Glücklicherweise gibt es aber immer mehr Menschen, die ein anderes Fortschrittsverständnis als Sie (und Herr v. Hollen) haben. Wohin uns dieses führt, kann man in den meisten deutschen Städten (und an vielen Stellen in Lindau) besichtigen. Es sei Ihnen unbenommen, seitenlange Gutachten von Experten als „polemisches Geschwätz“ zu bezeichnen und Ihre eigene Meinung als objektiv zu bewerten. Der Leser möge sich sein Urteil bilden. Schade nur, dass Sie sich mit Ihrer Schimpfkanonade hinter dem Lieben Gott verstecken (so weit ich weiß, richtete sich der „Zorn Gottes“ im Alten Testament unter anderem gegen die Habgier. Diesbezüglich würde ich den Lieben Gott eigentlich eher auf unserer Seite vermuten).
Von Ihnen, verehrter Herr v. Hollen, haben wir leider auch dieses Mal nichts Neues erfahren. Sie wiederholen einfach nur das, was Sie in den anderen sechs (!) Beiträgen auf dieser Seite zum Besten gegeben haben. Darauf habe ich Ihnen bereits geantwortet (s.u.). Ihr Problem besteht darin, dass Sie die Interessen eines Hoteliers mit denen der Öffentlichkeit gleichsetzen. Was für ein Glück für Lindau, dass es auch früher Menschen gab, die das anders sahen.

08.11.2011 11:02 Andreas von Hollen Spacer
Es wäre gut, wenn jeder Gegner oder Befürworter seinen Namen nennt und nicht als ZornGottes zum Geist mutiert. Der Denkmalschutz verdient es ernst genommen zu werden. Was den sicherlich notwendigen Abriß betrifft, so könnte man sich doch darauf einigen, dass der Hotelier entweder die Fassade zur Fischergasse stehen läßt oder dem Original entsprechend wieder errichtet. Die Bürger und Touristen würden mit dem gewohnten Bild nichts verlieren und das ganze Gejammere wäre erledigt.

07.11.2011 21:11 ZornGottes Spacer
Hallo,

kann man mir bitte mitteilen, wann denn die beiden Häuser abgerissen werden? Ich würde gerne eine gr. Party schmeißen zur Feier, dass dieses polemische Gschwätz der Initiative endlich ein Ende hat.

Nicht alle!!! Lindauer stehen hinter dieser dubiosen Initative.
Kein Wunder, dass in Lindau alles so lange dauert, wenn sich jeder so wichtig nimmt wie diese "Organisation".


Gruss
ZornGottes

30.10.2011 11:00 Interessierter Spacer
[...] würde ich ja versuchen ein Occupy-Lindau auf die Beine zu stellen. Vielleicht wäre auch eine Facebook-Kampagne eine Möglichkeit!

30.10.2011 10:58 Interessierter Spacer
Ich war gerade in Südostasien und dachte oft: "oh weh, wie schlimm, was macht nur die Korruption aus eurem wunderschönen Ländern, der Natur…Ihr werdet erst wissen, was euch fehlt, wenn ihr es nicht mehr wieder gutmachen könnt.“ Und jetzt bin ich zurück in Deutschland.
Hier wie dort geschieht vieles unter der Maxime „Erfolgreiche Wirtschaft“, oder wie Naom Chomsky das formuliert: Profit over People. Frau Oberbürgermeisterin verweist ja im Zusammenhang mit der konkreten Entscheidung auf ihre Erfolge in der Wirtschaftspolitik – hat mal jemand genau nachgefragt, für wen erfolgreich? Und heißt Erfolg auch immer Misserfolg für eine Gegnerpartei, geht nur schwarz oder weiß? Und da haben wir ein echtes Grundproblem im konkreten Fall: Man kann schlicht keinen Kompromiss finden, denn es ist ja gar nicht bekannt, was der Hotelier eigentlich bauen will. Bekannt ist nur: Die Gebäude müssen weg! Das ist ja schlimmer als bei S21, wo sich die Parteien wenigstens reiben konnte, wo man wenigstens an intelligenten Alternativen *zusammenarbeiten* konnte, weil alle die Pläne kannten. Ich meine wir sind das Land der Dichter und *Denker* - wenn man durch voreilige Blankocheques und arrogante, von oben herab Entscheidungen keine Möglichkeit gibt, konstruktiv an einer Lösung mitzuarbeiten, mitzudenken, dann kann ich nur sagen – Glückwunsch Frau OB, Gemeinderat, Herr Hotelier, genau so spaltet man eine Gesellschaft!
Wäre ich ein Lindauer Bürger würde ich ja versuchen

30.10.2011 09:35 Christine Ochmann Spacer
Ist es nicht möglich, eine Verfassungsklage einzureichen? In der Fernsehsendung 'Capriccio' habe ich gerade erfahren, dass das Denkmalschutz Sache der bayerischen Landesregierung ist. Es ist zu prüfen, ob einzelne Stadtratsmitglieder ein persönlichen wirtschaftlichen Vorteil durch den Abriss erzielen.

30.10.2011 09:13 S. Brodermann Spacer
Über viele Jahre war ich immer wieder Teilnehmer der Lindauer Psychotherapiewochen und habe mich dabei der wunderschönen Lindauer Altstadt erfreuen dürfen. Sollte hier tatsächlich an diesen uralten Gebäuden nicht etwa eine durchaus legitime innere Umgestaltung, sondern ein Abriss juristisch möglich und von der Stadtführung beschlossen worden sein, bekomme ich am Verstand aller Beteiligten und an unserem poltischen System doch erhebliche Zweifel. Eigentlich sollte man eine Stadt, die so etwas Ungeheuerliches möglich macht, touristisch boykottieren, wenn es dort nicht so eine engagierte Bürgerinitiative gäbe. Ich entstamme einer bisher durchaus konservativ ausgerichteten Arztfamilie. Wenn sich aber in Lindau eine offensichtlich konservative Stadtführung so komplett ihres Sinnes entleert und sich einfach als faltige Hure des Kapitals feil hält, verdient diese künftig weder Geld- noch Wahlscheine.

28.10.2011 13:31 Melanie Vorweg Spacer
Ich kenne Lindau als Touristin und bin von den alten Gebäuden, die das Ortsbild prägen, beeindruckt. Was die den Hotelier beratende Architektin bereits in Lindau "vollbracht" hat, spottet meiner Ansicht nach jeder Beschreibung - über Geschmack lässt sich aber bekanntlich nicht streiten. Ich wünsche der Initative zum Erhalt des "Lieben Augustin" viel Erfolg und ein rasches Umdenken bei der Stadtverwaltung.

27.10.2011 23:59 A. Ruffner Spacer
Habe heute mit Schrecken im Fernsehen gesehen, dass die beiden historischen Gebäude abgerissen werden sollen. Habe die schöne Altstadt von Lindau schon häufig besucht (meine Mutter hat früher in Lindau gearbeitet) und kann nicht nachvollziehen, wie man diese Abrissgenehmigung erteilen konnte. Sollten diese Häuser tatsächlich abgerissen werden, wäre das ein großer Verlust für Lindau. Diese Hotels werde ich bei künftigen Besuchen jedenfalls meiden, wobei bei einer derartigen Zerstörung der Altstadt (diesem Präzedenzfall werden wohl schnell weitere Abrissgesuche folgen) und dem damit einhergehenden Verlust an Atmosphäre Lindau für mich ohnehin seine Anziehungskraft verliert.

22.10.2011 17:12 Dr. Friedrich Haberkorn Spacer
Das Drama in dieser Sache beginnt beim Lindauer Stadtrat und der Oberbürgermeisterin. Ist das Desinteresse, Gleichgültigkeit oder fehlendes Geschichtsbewußtsein dieser Versammlung?
Dass ein Unternehmer die Häuser abreißen will, ist notfalls noch zu verstehen. Das Hemd sitzt halt näher als der Rock.
Aber wie kann es ein Stadtrat zulassen, dass ein denkmalgeschütztes Ensemble auf der Insel abgerissen wird? Hier fehlt es schon gewaltig an der nötigen Sensibilität und Verantwortung gegenüber der Stadt.
Ähnlich ist es auch bei den geplanten meterhohen Schallschutzwänden an den Bahngleisen. Auch hier wird die dramatische Verschandelung der Stadt einfach so hingenommen, ja geradezu erst ermöglicht.
Welche Leute haben wir nur in den Stadtrat gewählt!

14.06.2011 12:36 Andreas von Hollen Spacer
Ich möchte noch nachtragen, dass ich mit der Befürwortung des Abrisses keinesfalls ein Gegner des Denkmalschutzes bin. Jedoch in diesem besonderen Fall eines effizienten Betriebsablaufes von drei Hotels geht die Wirtschaftlichkeit vor. Eben durch diese Besonderheit ist auch kaum zu erwarten, dass sich andere Bauwerber auf diese Entscheidung berufen können.

08.06.2011 07:07 Andreas von Hollen Spacer
Herzlichen Glückwunsch an die Regierung von Schwaben, die den Abriß endgültig genehmigt hat!

31.07.2010 22:18 Michael Maier Spacer
Herr v. Hollen, gerne nutze ich die Gelegenheit, Ihr Wissen um den Ensembleschutz etwas zu aufzufrischen. Das was Sie darunter verstehen, nämlich Ersatz historischer Bausubstanz durch Neubauten mit vorgesetzter Disneyland-Fassade, hat überhaupt nichts mit dem Begriff des Ensembleschutzes zu tun, wie er in der Fachwelt verwendet wird. Ensembleschutz ist sozusagen eine verschärfte Form des Denkmalschutzes. Hier eine Begriffsdefinition:
„Um die Erhaltung einer Gruppe von Gebäuden, die räumlich und architektonisch im Zusammenspiel historisch erhaltenswert erscheinen, geht es bei dem denkmalpflegerischen Begriff „Ensembleschutz“. Dies kann sich auf Straßenzüge, einen Platz oder ein Stadtviertel beziehen. Alle von außen sichtbaren Veränderungen an Fassade und Dach müssen daher von den Denkmalbehörden genehmigt werden. Dies betrifft auch Bauteile die laut Bauordnung des jeweiligen Landes nicht genehmigungspflichtig wären.“ (Baunetz-Wissen)

29.07.2010 08:03 Andreas von Hollen Spacer
Lieber Herr Dr. Haberkorn,
im Unterschied zu Ihnen gehöre ich keiner Partei und Gruppierung an, und solche Feststellungen haben hier auch nichts zu suchen, denn Parteien sind gewiss alles andere als Denkmäler. Machen Sie lieber den Bürgern den Unterschied zwischen Denkmalschutz und Ensembleschutz klar. Was wir und unsere Gäste sehen ist nämlich das Ensemble unserer schütenswerten Insel. Und das bleibt auch dann erhalten, wenn die Mauersteine nach einem Neubau und unter Erhaltung des Ensembles nicht aus dem 18. Jahrhundert stammen.

28.07.2010 11:23 Dr. Friedrich Haberkorn Spacer
Sehr geehrter Herr v. Hollen,
waren Sie nicht mal Vorsitzender der Lindauer Mövenpick-Partei? Das würde mir Ihre Haltung erklären.

24.07.2010 13:36 Michael Maier Spacer
Im Unterschied zu den Häusern Ludwigstr. 27+29 ("Lieber Augustin") stand das Schwenzfeier-Haus (Hauptstr. 16, heute Maximilianstr.) nicht unter Denkmalschutz. Würde man Ihrer Logik folgen, könnte man praktisch die gesamte Altstadt abreißen und neu bauen, der Denkmalschutz könnte abgeschafft werden. Zum Glück gibt es noch ein paar Menschen, die nicht ausschließlich wirtschaftlich denken, z.B. Familie Berschneider (siehe "gelungene Restaurierungen").

23.07.2010 17:13 Andreas von Hollen Spacer
Ein Bürgerentscheid würde wohl nur ergeben, dass die Mehrheit der Lindauer wirtschaftlich denkt. Vor ca. 30 Jahren wurde in der Maximilianstr. das Schwenzfeier-Haus aus ähnlichen Gründen zu Recht abgerissen. Welcher Lindauer sieht denn heute, dass es sich bei diesem Haus (T-Punkt) um einen Neubau handelt? Es passt sich wunderbar dem Ensemble an und genügt dem heutigen Lebensstandard.