LINDAU (mb) Oberbürgermeisterin Petra Seidl will den geplanten Abriss des Lieben Augustin im Stadtrat diskutieren. Das Thema soll am 17. Februar auf die Tagesordnung kommen.
Wie Seidl zur LZ sagte, will sie die Entscheidung des Bauausschusses bis dahin noch nicht umsetzen. Der Bauausschuss hatte im Dezember beschlossen, dass die beiden denkmalgeschützten Häuser in der Ludwigstraße abgerissen werden dürfen. Diese Entscheidung wird jedoch erst rechtskräftig, wenn die Stadtverwaltung den entsprechenden Bescheid herausgibt.
Am 17. Februar soll das Thema als regulärer Punkt auf der Tagesordnung des Stadtrats stehen. Jedoch können dann zunächst die Stadträte selbst darüber entscheiden, ob sie noch einmal über den Abriss des Lieben Augustin debattieren wollen, oder ob sie die Entscheidung des Bauausschusses bestätigen. Wenn das Gremium sich dafür entscheidet, die Sache zu debattieren, dann könnte es die Entscheidung des Bauausschusses jedoch auch aufheben.
Vor der Stadtratssitzung will Seidl es den Stadträten ermöglichen, sich die bauliche Situation vor Ort anzuschauen. Sie will, wie sie der LZ sagte, einen entsprechenden Termin mit dem Hauseigentümer Robert Stolze vereinbaren. Stolze will die beiden Häuser abreißen, um seine Hotels zu erweitern. Beim Wiederaufbau will er sich nach den Wünschen der Stadt richten.