Heimatpfleger fordern Erhalt

LINDAU / AUGSBURG (mb) Die schwäbischen Heimatpfleger haben eine Resolution zum Erhalt des Lieben Augustin verfasst. In einem Brief an OB Petra Seidl fordern sie den Erhalt der Häuser in der Ludwigstraße.

Auf ihrer Arbeitstagung in Bad Irsee haben sich die Heimatpfleger aus dem Bezirk Schwaben mit der Situation des Denkmalschutzes in Lindau beschäftigt und daraufhin einstimmig eine Resolution beschlossen, die sich für den Erhalt des Lieben Augustin ausspricht. In einem offenen Brief an Oberbürgermeisterin Petra Seidl fordern die 20 Heimatpfleger, den Abbruch der denkmalgeschützten Häuser in der Ludwigstraße 27 und 29 abzulehnen.

Wie Bezirksheimatpfleger Peter Fassl der Lindauer Zeitung sagte, hätten mehrere Heimatpfleger aus dem Lindauer Raum das Thema aufgebracht. Jedoch hätte auch er selbst eine Befassung mit dem Thema verlangt, nachdem er von Denkmalschützern darauf angesprochen worden sei.

Für ihre Forderung nennen die Heimatpfleger vor allem drei Gründe. Erstens seien sowohl die Gebäude selbst, wie auch die Ausstattung und Einrichtung des Lieben Augustin Denkmäler von überregionaler Bedeutung. Zweitens sei auch ohne Abriss eine weitere Nutzung der Gebäude möglich, da die Häuser nicht vom Verfall bedroht seien. Weiter heißt es mit Hinweis auf das im Bauausschuss vorgebrachte Argument, dass der Erhalt der Gebäude wirtschaftlich nicht zumutbar sei: "Eine höhere Wirtschaftlichkeit ist kein Argument, die Zumutbarkeitsfrage überhaupt nur zu stellen. Schließlich - drittens - stehe der bisherige Umgang der Stadt Lindau mit ihrem kulturellen Erbe in einem "eklatanten Widerspruch" mit der Entscheidung des Bauausschusses über den Abriss. Vielmehr habe die Vergangenheit gezeigt, dass sich auch unter Einbeziehung der historischen Bausubstanz immer wieder überzeugende Lösungen gefunden hätte.

LZ (Erschienen: 21.01.2009)